Die Shortlist für den Anglizismus 2014

Aus über achtzig verschiedenen Vorschlägen hat unsere Jury eine Auswahl von zehn englischen Lehnwörtern getroffen, die 2014 einen deutlichen Anstieg im allgemeinen Sprachgebrauch und öffentlichen Interesse erfahren haben und interessante Lücken im deutschen Wortschatz füllen. Wie in den vorangehenden Jahren werden wir die Wörter auf unserer Shortlist in den nächsten Wochen einzeln vorstellen und ihre Bedeutung, Entlehnungsgeschichte und Rolle für den deutschen Wortschatz untersuchen. Danach wird die Jury aus dieser Liste den diesjährigen Sieger wählen und auch das Publikum kann wieder über seinen Lieblingsanglizismus abstimmen. Die Bekanntgabe des Anglizismus des Jahres erfolgt dann am 27. Januar 2015.

Hier sind die Wortkandidaten der Endrunde 2014 in alphabetischer Reihenfolge:

  • Big Data. Mit der zunehmenden Digitalisierung fallen in allen Bereichen gigantische Datenmengen an, für die der Ausdruck Big Data wie eine drastische Untertreibung wirkt. Im vergangenen Jahr erkannte sogar die Bundeskanzlerin das Potenzial dieser Datenmengen und überlegte öffentlich, ob Big-Data-Mining „vielleicht doch gewinnträchtiger als der Kohlebergbau“ sei.
  • Blackface/Blackfacing. Diese Bezeichnung für eine rassistische Theatertradition, bei der sich weiße Menschen übertrieben stereotypisiert als Schwarze schminken, war schon 2012 nominiert, war aber noch nicht häufig genug. Im vergangenen Jahr gelangte sie unter anderem durch das Verhalten deutscher Fans während des WM-Spiels gegen Ghana und die Diskussion um den niederländischen „Zwarte Piet“ ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit.
  • Emoji. Die detailverliebten Bildschriftzeichen, mit denen wir täglich unsere Kurznachrichten illustrieren, sind weit über ihren Ursprung als bloße Smileys hinausgewachsen, und mit ihrem Aufstieg hat auch das Wort Emoji Einzug in den Sprachgebrauch gehalten. Die BILD erklärte vor ein paar Tagen sogar kurzerhand das Herz-Emoji zum „Wort des Jahres“.
  • Internet of Things. Die zunehmend elektronische Vernetzung betrifft längst nicht mehr nur Computer oder mobile Endgeräte – unsere gesamte Umwelt wird inzwischen über eingebettete Chips in das Internet eigebunden. Internet of Things (oder auch Internet der Dinge nennen Fachleute das bereits, während die Öffentlichkeit noch nichts von den Gefahren ahnt, die etwa von „Zombie-Bügeleisen aus der Hölle“ ausgehen könnten.
  • Phablet. Eine Zeit lang waren Tablets (bei uns Kandidat 2011 und 2012) die großen Geschwister der kleinen Handys. Jetzt wurden aus Handys Smartphones und die fangen an zu wachsen und werden immer tabletähnlicher — Phablets also.
  • Photobombing/photobomben. Wenn ein Foto(motiv) „gesprengt“ wird — also wenn Menschen (meist absichtlich) oder Tiere (meist lustig) durchs Bild laufen, dann photobomben sie es. Photobombing wurde zum „Collins English Dictionary Word of the Year 2014“ gewählt, nachdem sogar die Queen für eine entsprechende „Internetsensation“ sorgte.
  • Selfie. Das digitale Selbstportrait in sprachlicher Verkleinerungsform ist der (un)heimliche Liebling der Massen. Schon 2013 war Selfie rund um die Welt bei Wörterwahlen ganz vorne (auch bei uns) — und hat im letzten Jahr erneut kräftig an kultureller Relevanz zugelegt. Als sprachgeschichtlicher Senkrechtstarter hat Selfie übrigens bereits einen Eintrag im DUDEN.
  • Sexting. Telefonsex war gestern, der mobile Zeitgeist schickt sich schmutzige Kurznachrichten und Nacktbilder per Mobiltelefon. Sprachlich kontaminiert aus Sex und texting (‚s(i)msen‘) — und 2014 bekannt geworden unter anderem aufgrund des Potentials für Cybermobbing unter Jugendlichen.
  • Smartwatch. Wie Smartphone, nur eben als Uhr. Kann viel, soll viel — war 2013 schon nominiert. Und 2014 endlich so etabliert, dass auch Apple die Uhr neu erfinden musste und damit auch dem Wort Smartwatch endgültig zum Durhbruch verhalf.
  • Social Freezing. Die Familienplanung für die Karriere auf Eis legen? Das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen sorgte im vergangenen Jahr vor allem deshalb für Schlagzeilen Aufregung im Feuilleton, weil Apple und Facebook sich mit Anreizen zum Social Freezing – im Englischen eigentlich weniger social-isierend als egg freezing bezeichnet – ins Privatleben ihrer Mitarbeiterinnen einmischten.

Nominierungen für den #anglizismus2014

Die Nominierungsphase ist vorbei, hier sind alle Nominierungen in alphabetischer Reihenfolge. Die Jury wird nun alle Nominierungen darauf hin überprüfen, ob sie die Anforderungen (Neuigkeit/Verbreitung, Lehnwortstatus, Bereicherung des Wortschatzes) erfüllen, und Anfang Januar die Shortlist präsentieren!

A
Apple Watch

B
bashen/Bashing
Beautyblog
Big Data
Bikini Bridge
Bitch
Bitcoin-Mine
Blackfacing/Blackface
Brainjacking

C
Cat Content
Cisgender
Cloud
Cloudspeicher
Commitment
Creeper Cards
Creepypasta
Crowdturfing
Cryptostick
Curved-Bildschirm

D
derailen
Diversity
doxxing

E
Emoji

F
Fappening
Feedreader
Fitness Tracker
Flatscreen
Freistoß-Spray
FTW

G
Gameplayvideo
Gamer
Gamergate
Gauchogate
Glasshole

H
Hashtag
Hater
Hi
Hobbydrohne
Hoodiejournalismus

I
Internet of Things

L
life-tracking
likegeil
lumbersexuell

M
Mansplaining
Mind Marketing
Mipster
MOOC (Massive Open Online Course)
Multicopter
Must-Have

N
Near-field Communication
Normcore

O
onboarden

P
Phablet
photobomben
Phubbing/phubben
Pinkifizierung
Postcrossing
posten

Q
Quantified Self

R
Racial Profiling
Rant
Refugee
Reply
round about

S
Scoop
Self-Tracking
Selfcare
Selfie
Sexting
shamen
Shareconomy
Sidekick
Smartwatch
Social Freezing
socializen
Stalking
stylish
Suglie

T
Ticket
Tinder
Torture Report
Trending-Topic
twittern
Two-Factor-Authentification

U
Uber

V
voten

W
Waterboarding
Wearable (Computer)

[PS. Die Liste ist ohne Gewähr. Wir haben uns Mühe gegeben, alle Nominierungen zu berücksichtigen, aber wenn wir wegen der Vielzahl der Nominierungskanäle (E-Mail, Nominierungsseite, Facebook Twitter) etwas übersehen haben, sind wir für einen entsprechenden Hinweis dankbar und werden das Wort nachtragen!]

Vierte Zwischenmeldung zum #anglizismus2014

Die vierte Zwischenmeldung kommt etwas, da die vergangene Woche im Zeichen einer anderen Wörterwahl – dem Wort des Jahres – stand. Der Sieger Lichtgrenze hat unserem Juryvorsitzenden dabei ja nicht so gut gefallen, aber wenigstens ist es ein durch und durch deutsch-stämmiges Wort, sodass keine Konflikte mit unserer eigenen Wörterwahl zu befürchten sind (bei dem Platz 7 der Wörter des Jahres, dem auch bei uns nominierten Social Freezing hätte das anders ausgesehen!

Auf der Liste neu nominierter Wörter stehen bei uns eine Reihe von Begriffen aus dem Bereich „Geschlechter(verhältnisse)“, wie Bitch, Cisgender, Pinkifizierung und Bikini Bridge. Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen werden auch durch die Vorschläge Refugee, Waterboarding und Torture Report abgebildet.

Die sozialen Medien sind mit den Nominierungen Emoji, Feedreader, Trending-Topic und Gameplayvideo mit dabei, und der Bereich neue Technologien steuert Hobbydrohne, Multicopter, Internet of Things, Fitness Tracker, Phablet und Uber bei (wobei letzteres als Eigenname natürlich nicht zulässig ist).

Außerdem gab es lange Reihe von Wiedergängern aus den vergangenen Jahren – die vollständige Liste aller Nominierungen veröffentlichen Mitte der Woche. Obwohl die Nominierungsfrist offziell heute endet, verlängern wir sie nämlich noch bis Mittwoch.

Machen Sie mit beim Endspurt, und nenne Sie uns Ihre Kandidaten für den schönsten, interessantesten oder wichtigsten Anglizismus des Jahres – per E-Mail, über unser Kontaktformular, per Twitter oder auf unserer Facebook-Seite!

Dritte Zwischenmeldung zum #anglizismus2014

Die vierte Nominierungswoche ist vorbei und seit der letzen Zwischenmeldung haben wir viele neue (und alte) Vorschläge für Wortkandidaten bekommen, von denen wir heute die erste Hälfte präsentieren.

Die neuen und/oder sozialen Medien sind immer noch stark vertreten, zum Beispiel mit den Wörtern posten, Reply, Beautyblog, Suglie („Selfie, auf dem man absichtlich hässlich – ugly – guckt“) und das (von einer Werbeagentur erfundene) Phubbing/phubben („das Gegenüber ignorieren und stattdessen auf sein Smartphone starren“, aus Phone + Snubbing).

Mit dem Fappening und der Shareconomy waren auch wieder Wortkandidaten dabei, die nicht Aspekte der neuen/sozialen Medien selbst bezeichnen, sondern die – schlechten und guten – gesellschaftlichen Entwicklungen, die durch sie ermöglicht werden.

Auch das Wort Mipster („muslimischer Hipster“) fällt wohl in diese Kategorie, denn die Hipster-Kultur würde es ohne das Netz wohl in ihrer modernen Form nicht geben. Da die Jury bis heute bereut, den Hipster 2011 nicht zum Anglizismus des Jahres ernannt zu haben, wird sie sich mit diesem Wort natürlich besonders sorgfältig beschäftigen!

Wie immer erstaunlich schwach vertreten sind neue Technologien – traditionell einer der besonders lehnwortreichen Bedeutungsbereiche – hier wurden der Flatscreen und seine Nemesis, der Curved-Bildschirm nominiert.

Schließlich gab es wieder Nominierungen, die bereits einen festen Platz im deutschen Wortschatz haben und damit für den Anglizismus 2015 nicht mehr in Frage kommen dürften – zum Beispiel die Begrüßungsfloskel Hi, das Adjektiv stylish und das Commitment. Ob die ebenfalls nominierten Kandidaten Sidekick und Must-Have im allgemeinen Sprachgebrauch neu genug sind, müssen wir noch genauer untersuchen.

Am Wochenende gibt es die zweite Hälfte der neuen Nominierungen, aber jetzt sind erst einmal Sie wieder an der Reihe – noch knapp zwei Wochen lang können Sie uns Ihre Kandidaten für den schönsten, interessantesten oder wichtigsten Anglizismus des Jahres nennen – per E-Mail, über unser Kontaktformular, per Twitter oder auf unserer Facebook-Seite!

Zweite Zwischenmeldung zum #anglizismus2014

Die zweite Nominierungswoche ist vorbei, und neben vielen Nominierungen bereits nominierter Wörter (mit Abstand angeführt von dem sich ungebrochener Beliebtheit erfreuenden Selfie) und Wiedergängern aus den letzten Jahren (wie Cloud und Flatscreen) gab es auch eine Reihe neuer, interessanter Wortkandidaten.

Ganz vorne mit dabei wieder die sozialen Medien mit Dweet (für einen betrunken gesendeten Tweet, aus Drunk + Tweet), photobomben (für das meist unabsichtliche auftauchen meist merkwürdig dreinschauender Fremder auf Fotos, auf denen sie nichts zu suchen haben), Creepypasta (für per Copy-und-Paste weitergegebene Gruselmythen und -geschichten), Crowdturfing (für das manipulieren sozialer Netzwerke mithilfe einer Vielzahl niedrig bezahlter Betreiber/innen von Fake-Accounts). Auch das Postcrossing, eine Art Postkartentauschnetzwerk, gehört wohl in diese Kategorie.

Auch gesellschaftliche Prozesse, die durch die sozialen Medien erst möglich oder zumindest verstärkt werden, erfordern Erweiterungen des Wortschatzes. Nominiert wurden diese Woche z.B. die aktuell immer noch laufende Hasskampagne Gamergate, ebenso wie – von dieser inspiriert – der Gamer, aber auch das Verb shamen (das vor allem in Komposita wie sex-shamen oder fat-shamen und den dazugehörigen Substantiven Sex-Shaming und Fat-Shaming auftritt).

Die traditionellen Medien steuern mit dem Hoodiejournalismus einen interessanten Kandidaten bei, und aus dem Bereich der gesellschaftsverändernden Technologien kommen der Cryptostick und das Brainjacking. Die gesellschaftlichen Machtkämpfe zwischen „Mehrheiten“ und „Minderheiten“, die sich in den oben genannten Wörtern wie Gamergate und shamen zeigen, steuern außerdem die Nominierung Diversity bei.

Und jetzt sind wieder Sie dran – nennen Sie uns Ihre Kandidaten für den schönsten, interessantesten oder wichtigsten Anglizismus des Jahres per E-Mail oder unser Kontaktformular, per Twitter oder auf unserer Facebook-Seite!

Erste Zwischenmeldung zum #anglizismus2014

Die Nominierungsphase für den Anglizismus 2014 läuft gut an, wir haben schon mehr als ein Dutzend Vorschläge bekommen (manche davon mehrfach). Dabei sind, wie schon im letzten Jahr, die Bereiche „(soziale) Medien“ und „Gesellschaft“ stark vertreten.

Die sozialen Medien steuern die Wörter twitternlikegeilSelfie (im letzen Jahr Oxford Dictionaries Word of the Year und bei uns auf Platz 4), und Hashtag (bei uns im letzten Jahr intern heiß diskutiert aber am Ende nur auf Platz 5 gelandet). Aus den Medien allgemein kommen die Wort Scoop und voten dazu.

Aus dem Bereich Gesellschaft kommen die Wörter Social Freezing, Racial Profiling,
Blackfacing/Blackface (schon im letzten Jahr nominiert, aber damals noch deutlich zu selten), socializen und Gauchogate.

Aus anderen Bereichen kommt der Dauerbrenner Ticket (jedes Jahr nominiert), das Verb onboarden (aus dem Bereich Personalmanagement, was es genau heißt, wissen wir selbst noch nicht), und das Adverb round about (in Sätzen wie Die Fahrt dauert round about eine halbe Stunde).

Natürlich sind einige der Wörter zu alt (twittern, Ticket), andere vielleicht noch zu neu (onboarden) oder zu flüchtig (Gauchogate), das zusätzlich das Problem hat, durch unseren letztjährigen Sieger ~gate schon abgedeckt zu sein.

Aber ein paar aussichtsreiche neue Kandidaten sind dabei – oder vielleicht schafft es ja ein schon einmal nominiertes Wort, wie Selfie (dem die Leute vom Oxford Dictionary eine rasante Verbreitung bescheinigen). Schließlich hat auch unser bisher erfolgreichstes Siegerwort Shitstorm erst bei seiner zweiten Nominierung gewonnen.

Nominieren Sie weiter, per E-Mail oder unser Kontaktformular, per Twitter oder auf unserer Facebook-Seite!

Von Lehnwörtern und Sprachzerstörern

Es wird niemanden überraschen, dass unsere Aktion nicht überall Freude auslöst. Ungefähr ein Drittel unserer Post besteht nicht aus Vorschlägen für den nächsten Anglizismus des Jahres, sondern aus Vorschlägen ganz anderer Art.

Heute zum Beispiel schreibt ein Herr Herbert R.* aus einem Örtchen an der idyllischen Weinstraße:

Vorschlag: Sprachzerstörer
Quelle: Hirn
Begründung: Wer feiert, dass unsere Sprache durch UNNÖTIGE englische Ausdrücke zerstört wird, sollte sich mal an einen Psychiater wenden.
PS: Ich bin kein Rechter, sondern links.

Zunächst zu Ihrem Vorschlag, lieber Herr R.: Der qualifiziert sich leider nicht, denn er besteht ganz und gar aus Erbgut, das sich schon seit althochdeutscher Zeit in unserer Sprache findet: Sprache ist von sprechen abgeleitet, und das ist ein Verb, das sich zwar in der Form speak auch im Englischen findet, das aber beide Sprachen ohne Entlehnung von ihrer gemeinsamen Vorfahrin, dem Indoeuropäischen haben (dort lautete es *spreg-). Zerstörer ist von dem Verb stören abgeleitet, das mindestens bis zum Proto-Germanischen *sturjan zurückgeht und seine heutige Bedeutung über das althochdeutsche storen („verstreuen“) entwickelte. Es ist mit dem englischen stir („rühren“) verwandt, aber nicht aus dem Englischen entlehnt.

Nun zu Ihrem Ratschlag: Wir feiern nicht, dass die deutsche Sprache durch englische Ausdrücke zerstört wird, sondern, dass sie durch englische Ausdrücke bereichert wird. Denn sehen Sie, unnötige Lehnwörter gibt es nicht – wären sie nicht nötig, würde die Sprachgemeinschaft sie nicht entlehnen. Und was Ihre Empfehlung betrifft, einen Psychiater aufzusuchen so ist die zunächst sehr unsensibel gegenüber Menschen, die tatsächlich auf psychiatrischer Behandlung angewiesen sind; sie widerspricht im Übrigen Ihrem Wunsch, unnötige Lehnwörter zu vermeiden, denn Psychiater bedeutet ja nichts anderes als „Seelenheiler“, also verwenden Sie doch in Zukunft dieses schöne deutsche Wort.

Alle anderen dürfen gerne weiter Vorschläge für unseren Anglizismus des Jahres einreichen.

* Name geändert.

Nominieren Sie Ihren Anglizismus des Jahres 2014

Es ist soweit: die Nominierungsphase für den Anglizismus des Jahres 2014 ist eröffnet. Bis zum 21. Dezember können Sie Ihre Vorschläge für das schönste, interessanteste und/oder wichtigste neue englische Lehnwort des Jahres 2014 einreichen – entweder per E-Mail an anglizismus2014@anglizismusdesjahres.de oder über das Vorschlagsformular auf unserer Startseite.

„Neu“ heißt dabei nicht, dass das Wort vor 2014 in der deutschen Sprache nie aufgetaucht sein darf – es muss nur ein Wort sein, das im laufenden Jahr seinen Weg in einen allgemeineren Sprachgebrauch gefunden oder öffentliche Debatten in besonderer Weise geprägt hat.

Wie gewohnt wird dann unsere Jury eine Vorauswahl treffen und die besten Vorschläge sprachwissenschaftlich kompetent unter die Lupe nehmen – wir halten Sie in unserem Blog und über unseren Twitter-Account @anglizismenwahl auf dem Laufenden!

Am Ende wählen Sie dann in einer öffentlichen Abstimmung den Publikumsliebling und die Jury wählt den offiziellen Anglizismus des Jahres. Im letzten Jahr war das die Nachsilbe -gate, 2012 war es Crowdfunding, 2011 das inzwischen legendäre Wort Shitstorm, und 2010 das nach wie vor aktuelle Verb leaken.

Welches Wort wird in diesem Jahr das Rennen machen? Wir sind gespannt!

Publikumsabstimmung 2013

Fast drei Monate lang hat die Jury Nominierungen gesichtet und die aussichtsreichsten Wortkandidaten ausführlich auf ihre Tauglichkeit geprüft, Anglizismus des Jahres 2013 zu werden. Aus fast hundert Bewerbungen wurden zunächst die sechzehn Wörter ausgewählt, die den Kriterien am besten entsprachen, die also a) ganz oder teilweise aus englischem Wortmaterial bestehen, b) im Jahr 2013 in den Sprachgebrauch einer breiteren Öffentlichkeit gelangt sind, und c) auf interessante Weise eine Lücke im deutschen Wortschatz füllen. Nach einer ausführlichen Diskussion dieser sechzehn Wörter schickt die Jury nun elf Kandidaten in die Endrunde. Während sie hinter verschlossenen Türen hitzig debattiert, um pünktlich am 28. Januar 2014 das Ergebnis verkünden zu können, läuft bis Donnerstag auch die Publikumsabstimmung, bei der Sie Ihren persönlichen Liebling wählen können. [Die Abstimmung ist beendet.]

Hier noch einmal die elf Wortkandidaten im Überblick, mit Links zu den entsprechenden Blogbeiträgen im Sprachlog und lexikografieblog und dem Fazit der Jurymitglieder, die sich das jeweilige Wort näher angesehen haben. Weiterlesen

Wortkandidaten 2013: Cyber-

Cyber-  ist eine Entlehnung, die zwar in einigen sehr alten Wörtern vorkommt, aber sich in den letzen Jahren zu einem produktiven Wortbildungelement des Deutschen gemausert hat.

Im Sprachlog diskutiert Jurymitglied Anatol Stefanowitsch, ob es ausreichend produktiv ist, um Anglizismus des Jahres 2013 zu werden.