Regeln

Nominerungen

Nominierungen für den Anglizismus des Jahres können nach einem Aufruf im Bereich „Aktuelles“ auf dieser Webseite vier Wochen lang abgegeben werden, die Nominierungen können dann über ein Eingabeformular oder per E-Mail erfolgen. Zusätzlich haben die Jurymitglieder die Möglichkeit, selber Wörter zu nominieren.

Nominierte Wörter müssen folgende Bedingugen erfüllen:

  • sie müssen (ganz oder in Teilen) aus dem Englischen stammen;
  • sie müssen im laufenden Jahr zum ersten Mal  ins Bewusstsein und den Sprachgebrauch einer breiten Öffentlichkeit gelangt sein;
  • sie sollten eine interessante Lücke im deutschen Wortschatz füllen, entweder, indem sie eine vorhandene Wortbedeutung weiter ausdifferenzieren oder indem sie ein Wort für etwas bereitstellen, was es vorher nicht gab oder was vorher nur mühsam umschrieben werden konnte;
  • es darf sich nicht um einen Produktnamen handeln.

Nominierungen sollten die folgenden Angaben enthalten:

  1. das nominierte Wort;
  2. eine authentische Quellenangabe (also ein tatsächliches Beispiel für die Verwendung des Wortes), möglichst mit URL;
  3. eine Begründung, warum das Wort „Anglizismus des Jahres“ werden sollte.

Die Jury

Die Jury besteht aus dem/der Vorsitzenden und drei bis vier weiteren Mitgliedern, die durch den/die Vorsitzende/n für jeweils ein Jahr berufen werden. Jurymitglieder müssen (a) ein abgeschlossenes sprachwissenschaftliches Studium vorweisen und (b) sich sowohl wissenschaftlich als auch auf populärwissenschaftlich (z.B. über ein Blog) mit Sprache auseinandersetzen. Dabei muss die Mehrheit der Mitglieder in ihrer Forschung eine germanistische oder anglistische Ausrichtung haben. Entsprechend qualifizierte Wissenschaftler/innen können beliebig oft in die Jury berufen werden. Der Vorsitz ist ein unbefristetes Amt, das durch den/die Vorsitzende/n zu einem Zeitpunkt eigener Wahl an eine/n andere/n qualifizierte/n Wissenschaftler/in abgegeben werden kann.

Die Auswahlmodalitäten

1. Runde: Nominierungen werden vom Juryvorsitzenden daraufhin überprüft, ob alle Bedingungen erfüllt sind:

  • Besteht das Wort ganz oder teilweise aus englischem Lehngut?
  • ist es im laufenden Jahr erstmalig aufgetaucht oder ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gelangt?
  • Wird eine Begründung geliefert?

Wo (a) oder (c) nicht offensichtlich erfüllt sind, kann der Juryvorsitzende sich mit den anderen Migliedern beraten und dann eine Entscheidung treffen. (b) wird anhand von Suchwerkzeugen wie Google News und Google Trends überprüft: das Wort darf erst seit zehn Jahren im Google News Archiv oder in ähnlichen Nachrichtenarchiven auftreten und muss im laufenden Jahr in diesen Archiven mindestens doppelt so häufig sein, wie in irgendeinem vorangehenden Jahr. Außerdem hat jedes Jurymitglied die Möglichkeit, aufgrund eigener Recherchen ein begründetes Veto gegen Wörter einzulegen, bei denen sie die Bedingungen als nicht erfüllt sehen. Wenn gegen ein Wort zwei Vetostimmen vorliegen, wird es ausgeschlossen.

2. Runde: Jedes Jurymitglied nominiert mit einer kurzen inhaltlichen Begründung drei Wörter für die Endrunde per E-Mail an den Vorsitzenden. Die Begründungen sollen sich dabei auf die in der Ausschreibung geforderten Kriterien beziehen. Bis zu zehn der am häufigsten nominierten Wörter kommen in die Endrunde. Diese Wörter werden von den Jurymitgliedern in ihren Blogs öffentlich diskutiert und auf ihre Eignung überprüft.

3. Runde: Die Jurymitglieder erhalten die Liste aller nominierten Wörter mit den Begründungen. Jedes Mitglied wählt drei Wörter aus und bringt sie in eine Rangfolge. Wörter erhalten 3 Punkte für jeden 1. Platz, 2 Punkte für jeden 2. Platz und 1. Punkt für jeden 3. Platz. Das Wort mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Wenn die höchste Punktzahl von zwei Wörtern erreicht wird, wählt die Jury in einer Kampfabstimmung mit einfacher Mehrheit den Sieger. Bei Punktgleichheit auf allen weiteren Listenplätzen entscheidet der Vorsitzende über die Rangfolge.

Parallel dazu findet eine Publikumsabstimmung statt, deren Ergebnis separat gewertet wird.